Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Privatisierung wegen Systemversagens
Anett ZobelKatholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Privatisierung wegen Systemversagens
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) hat sich für eine langfristige Privatisierung der Deutschen Bahn ausgesprochen. Die staatliche Bahn stehe wegen veralteter Technik, schlechter Führung und steigender Kosten vor dem Scheitern, so die Begründung.
Als Beleg für systemische Versäumnisse verwies der BKU auf aktuelle Probleme: Die Kostenexplosion und Verzögerungen beim Projekt Stuttgart 21 sorgten für Kritik, und ein bundesweiter Bahnstillstand aufgrund technischer Pannen legte weitere Schwachstellen offen.
Als positive Beispiele für gelungene Privatisierungen nannte die Organisation die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa. Der deutsche Mittelstand könnte dem Verband zufolge mit innovativen Technologien die Effizienz, Sicherheit und Kapazität des Schienenverkehrs steigern.
Martin Nebeling, BKU-Bundesvorsitzender, kritisierte die Unfähigkeit des Staates, die Deutsche Bahn wirksam zu führen. Thomas Tietz, Leiter der BKU-Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte die Notwendigkeit einer zuverlässigen, leistungsfähigen Schieneninfrastruktur. Die Gruppe fordert strukturelle Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungskraft der Bahn zu stärken.
Der BKU-Vorschlag sieht vor, die Deutsche Bahn zu privatisieren, um ihre aktuellen Defizite zu überwinden. Der Verband ist überzeugt, dass dies zu besserem Management, moderner Technik und einem wettbewerbsfähigeren Schienensektor führen würde. Der Aufruf erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter technischer und finanzieller Rückschläge im Bahnnetz.
