Julia Šimić zerpflückt Eintracht Frankfurts Trainer-Chaos und analysiert die Bundesliga-Saison
Pavel FaustJulia Šimić zerpflückt Eintracht Frankfurts Trainer-Chaos und analysiert die Bundesliga-Saison
Die ehemalige Nationalspielerin Julia Šimić hat sich zu den jüngsten Problemen von Eintracht Frankfurt und der aktuellen Bundesliga-Saison geäußert. Im Gespräch mit Absolut Fußball, Teil des Ippen-Mediennetzwerks, kritisierte sie den Umgang des Vereins mit dem scheidenden Trainer Albert Riera und blickt auf die Überraschungen der Spielzeit zurück. Šimić hatte Frankfurt selbst im Wintertransferfenster verlassen.
Rieras Amtszeit bei Eintracht Frankfurt bezeichnete Šimić als gescheitert. Der Verein habe nach dem Abgang von Dino Toppmöller einen dominanteren, selbstbewussteren Führungstyp gesucht, so ihre Einschätzung. Riera jedoch habe weder von der Mannschaft noch von den Fans ausreichend Rückhalt erfahren.
Gleichzeitig warnte sie vor voreiligen Urteilen im Fußball. Wenn man die Anfangsphase eines Trainers als „Zirkus“ bezeichne, festige das nur dieses Bild, erklärte Šimić. Stattdessen sollten Vereine ihren Cheftrainern Zeit geben, ihre Ideen umzusetzen.
Über Frankfurt hinaus hob Šimić den Abstieg des VfL Wolfsburg als größten Schock der Saison hervor. Ein Kader mit solchen individuell starken Spielern hätte nie absteigen dürfen, betonte sie. Gleichzeitig lobte sie die Konstanz des VfB Stuttgart unter Sebastian Hoeneß, der trotz des Abgangs wichtiger Leistungsträger die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb geschafft habe.
Šimićs Aussagen folgen auf ihren eigenen Wechsel von Eintracht Frankfurt zu Beginn des Jahres. Ihre Analyse deutet auf Instabilität im Verein und die Herausforderungen bei Trainerwechseln hin. Wolfsburgs Abstieg und Stuttgarts Erfolg unter Hoeneß bleiben die prägendsten Geschichten dieser Bundesliga-Saison.






