Jugendbad Burgfarrnbach steht vor der endgültigen Schließung – Fürth diskutiert über Zukunft
Anett ZobelJugendbad Burgfarrnbach steht vor der endgültigen Schließung – Fürth diskutiert über Zukunft
Jugendbad Burgfarrnbach in Fürth droht die endgültige Schließung
Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein Freibad in Fürth, könnte für immer geschlossen werden. Die Stadtverwaltung hat aufgrund steigender Kosten und rückläufiger Besucherzahlen einen Schließungsvorschlag vorgelegt. Die endgültige Entscheidung wird im Finanz- und Verwaltungsausschuss am 10. Juni 2026 beraten.
Das Bad kämpft seit Langem mit gravierenden technischen Problemen. Bereits in der letzten Saison trat ein massiver Wasserverlust im Leitungssystem auf, dessen Reparatur bis zu 50.000 Euro kosten könnte. Auch andere kritische Anlagen wie die Dosier- und Messtechnik der Wasseraufbereitung sind defekt oder funktionsunfähig.
Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren stark eingebrochen: 2025 nutzten nur noch 275 Personen das Bad, während die Betriebskosten hoch blieben. Eine Wiedereröffnung würde mindestens 165.000 Euro erfordern, um technische, bauliche und sicherheitsrelevante Mängel zu beheben. Zudem gibt es personelle Herausforderungen – das Bad verfügt derzeit über keine fest angestellte Fachkraft für die Verwaltung.
Die Anlage umfasst ein unbeheiztes 8x20-Meter-Becken sowie eine 1.000 Quadratmeter große Liegewiese. Zugangsberechtigt sind ausschließlich Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre. Trotz der begrenzten Nutzung setzt sich die CSU für den Erhalt ein und bezeichnet das Bad als wichtigen sozialen Begegnungsort für junge Menschen.
Falls die Schließung beschlossen wird, plant die Stadt eine Nachnutzung des Geländes. Der Finanz- und Verwaltungsausschuss wird im kommenden Monat abschließend entscheiden. Ohne größere Investitionen bleibt die Zukunft des Bades ungewiss.






