08 June 2026, 08:08

Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit 101 Kultur-Highlights

"Night", wenn Geschichte lebendig wird: 101 Veranstaltungsorte nehmen an der Jubiläumsaktion der Museumsstadt Jekaterinburg teil

Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit 101 Kultur-Highlights

Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung

Mit 101 teilnehmenden Orten hat Jekaterinburg das 20-jährige Jubiläum seiner jährlichen „Langen Nacht der Museen“ gefeiert. Ein Höhepunkt war die Ausstellung im Museum für Stadtgeschichte Jekaterinburg, die an den 60. Jahrestag der Gründung des Reisebüros Sputnik erinnerte. Das Programm umfasste interaktive Führungen, Ausstellungen historischer Technik und kreative Stadtrallyes.

Das Museum für Stadtgeschichte präsentierte die Ausstellung „Koffermentalität“ (russ. „A Suitcase State of Mind“), die sich mit dem Erbe des Sputnik-Reisebüros beschäftigte. Die 1964 gegründete Behörde organisierte Reisen für sowjetische Bürger unter strengen Auflagen: Antragsteller unterlagen Altersbeschränkungen, mussten Charakterreferenzen vorlegen, und wer in „kapitalistische Länder“ reiste, durfte lediglich 15 bis 20 Dollar für die gesamte Reise mitnehmen.

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Im Kreativ-Technologiezentrum L52 fanden unterdessen durchgehend Aktivitäten an zwei Standorten statt. Die Tour „Elektronische Zauberer“ zeigte seltene historische Computer und frühe Ticketingsysteme – ein faszinierender Einblick in die Sowjet-Technologie.

Das Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk lockte mit einer großen Rallye, inspiriert von finno-ugrischen Mythen und Mineral-Kunstwerken. Besucher konnten zudem an Führungen zu russischen Mosaiktechniken, Gravuren und der wahren Geschichte hinter der legendären „Steinblumen“-Sage teilnehmen.

Die Lange Nacht der Museen in Jekaterinburg vereinte Geschichte, Technik und Kunst in einem einzigen Abend. Die 20. Ausgabe umfasste erstmals 101 Veranstaltungsorte und bot Einheimischen wie Touristen Zugang zu Ausstellungen, interaktiven Führungen und seltenen Sammlungen. Das Event unterstrich die kulturelle Vielfalt der Stadt sowie ihre tiefen Wurzeln im sowjetischen Erbe.

Quelle