Howard Carpendale empört über Welkes Witz in der heute-show – und kontert auf Instagram
Anett ZobelHoward Carpendale empört über Welkes Witz in der heute-show – und kontert auf Instagram
Ein Witz in der ZDF-heute-show hat für Aufsehen gesorgt, nachdem Moderator Oliver Welke den Schlagerstar Howard Carpendale auf die Schippe genommen hatte. Der 80-jährige Sänger bezeichnete die Bemerkung als beleidigend und reagierte öffentlich auf Instagram. Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf den Humor der Sendung und ihr Publikum.
Der Streit begann während eines Beitrags über KI und Roboter in Pflegeheimen. Welke versuchte, den Witz eines Roboters zu übertreffen, indem er eine abfällige Bemerkung über Carpendale und dessen Fans machte – diese hätten "hundert Beine" und würden nach Urin riechen. Die Äußerung stieß vor allem bei älteren Zuschauern auf Kritik, die den Großteil des ZDF-Publikums ausmachen.
Carpendale, der kürzlich zum ersten Mal in seiner 60-jährigen Karriere die Spitze der offiziellen deutschen Albumcharts erreichte, äußerte sich auf Instagram zu dem Witz. Er nannte ihn beleidigend und verteidigte seine Fans als "anständige Menschen". Der Sänger lud Welke ein, von ihm etwas über Empathie zu lernen, und kündigte an, die Angelegenheit weiterzuverfolgen.
Welke weigerte sich später, sich zu entschuldigen, und argumentierte, die Sendung habe sich mit KI beschäftigt und Carpendale sei als allgemein bekannter Name für den komischen Effekt genutzt worden. Er gab zu, nie auf einem Konzert des Sängers gewesen zu sein, behauptete aber, dessen Musik werde von Menschen jeden Alters gehört. Der Vorfall fällt in eine Zeit, in der Carpendale mit seinem zehnten Top-Fünf-Album Timeless seine anhaltende Popularität unter Beweis stellt.
Die Auseinandersetzung zeigt die Spannungen zwischen Satire und Publikumssensibilitäten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf. Carpendales jüngster Charterfolg steht im Kontrast zur Empörung über den Witz, während die Debatte über die Grenzen des Humors weiter ungelöst bleibt. Welkes Weigerung, zurückzurudern, deutet darauf hin, dass das Thema in künftigen Diskussionen über Medien und Respekt präsenter bleiben wird.






