"Heimat"-Restaurant in Mainz löst Shitstorm und Vandalismus aus
Ein Restaurant in Mainz ist zum Zentrum einer hitzigen Debatte geworden, nachdem sein Name weitverbreitete Ablehnung ausgelöst hat. Heimat, im Besitz von Veli Ivecen, sollte eigentlich eine Fusion aus deutscher, türkischer und kurdischer Küche feiern. Stattdessen sieht sich das Lokal seit seiner Eröffnung unerbittlicher Kritik und sogar Vandalismus ausgesetzt.
Veli Ivecen, ein in der Türkei geborener Koch kurdischer Abstammung, wollte mit Heimat einen Ort schaffen, an dem sich alle willkommen fühlen. Die Speisekarte spiegelt seine Wurzeln wider und verbindet traditionelle deutsche Gerichte mit türkischen und kurdischen Aromen. Doch der Name – deutsch für „Heimat“ – hat heftige Reaktionen hervorgerufen.
Seit der Eröffnung müssen Ivecen und sein Team verbale Angriffe, Fluten feindseliger Nachrichten auf privaten Instagram-Accounts und aggressive E-Mails ertragen. Einige Gäste haben das Personal sogar direkt im Restaurant konfrontiert. Erst kürzlich wurde die Fassade des Gebäudes mit dem Slogan „Das hier ist mein Zuhause, nicht deins“ beschmiert.
Die Kritik kommt von allen Seiten. Manche werfen Ivecen vor, ein Nazi zu sein, andere stellen infrage, ob türkische und kurdische Einflüsse in der deutschen Küche etwas zu suchen haben. Anfangs dachte er aufgrund der Gegenreaktionen darüber nach, das Restaurant umzubenennen. Mittlerweile ist er jedoch entschlossener denn je, den Namen beizubehalten.
Ivecen betont, dass er konstruktives Feedback zur Küche stets willkommen heißt. Die aktuellen Angriffe hingegen bezeichnet er als inakzeptabel – die Feindseligkeit sei längst über eine sachliche Diskussion hinausgegangen.
Die Kontroverse zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung. Ivecen bleibt seiner Vision eines Restaurants treu, das Kulturen verbindet. Unterdessen spaltet die Debatte über Identität, Essen und Zugehörigkeit in Mainz die Gemüter weiter.






