Hamburgs radikaler Plan: Bis 2040 raus aus Öl und Gas – schafft die Stadt das?
Pavel FaustHamburg präsentiert Entwurf für kommunale Wärmeplanung - Hamburgs radikaler Plan: Bis 2040 raus aus Öl und Gas – schafft die Stadt das?
Hamburg hat einen Entwurf für den Umstieg seiner Heizsysteme auf fossile Alternativen vorgestellt. Damit soll das Ziel der Stadt erreicht werden, bis 2040 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu gewährleisten. Derzeit sind noch acht von zehn Haushalten auf Öl oder Gas zum Heizen angewiesen.
Der Entwurf liegt nun bis Mitte April nächsten Jahres zur öffentlichen Konsultation aus.
Heizung macht fast die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen Hamburgs aus. Um die Treibhausgase zu reduzieren, setzt die Stadt auf den Ausbau grüner Alternativen wie Wärmepumpen, Fernwärme und gemeinschaftliche Projekte. Ein Online-Portal bietet interaktive Karten, mit denen Bürgerinnen und Bürger passende Lösungen für ihre Gegend erkunden können.
Allerdings liegt der Anteil neu installierter Wärmepumpen in Neubauten bisher nur bei 44 Prozent. Auch das bestehende Fernwärmenetz der Stadt, das 24 Prozent des Bedarfs deckt, könnte die Möglichkeiten dezentraler Lösungen einschränken. Stellungnahmen zum Entwurf können bis zum 14. April 2026 über das Beteiligungsportal Diplanung eingereicht werden.
Eine endgültige Entscheidung über den Wärmeplan wird bis Ende Juni 2026 erwartet.
Der Plan skizziert Hamburgs Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung in den nächsten zwei Jahrzehnten. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen haben bis zum nächsten Frühjahr Zeit, ihre Meinung zu den Vorschlägen zu äußern. Bei einer Annahme werden die Maßnahmen prägen, wie die Stadt ihre Häuser und Gebäude bis 2040 beheizt.