Halle (Saale) reformiert Bebauungsplan für Weinberg Campus bis 2026
Edelgard HolzapfelHalle (Saale) reformiert Bebauungsplan für Weinberg Campus bis 2026
Halle (Saale) aktualisiert den Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus
Die Stadtverwaltung will das Gebiet modernisieren und seine Wettbewerbsfähigkeit stärken. Der aktuelle Plan aus dem Jahr 1998 entspricht nicht mehr den heutigen rechtlichen und ökologischen Anforderungen.
Die Änderungen betreffen zwei angrenzende Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar, die bisher vor allem für Forschung und Verwaltung vorgesehen waren. Nach dem neuen Entwurf soll die ansässige Produktion und Distribution im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten ausdrücklich erlaubt werden – ein Schritt, der Unternehmen Expansion ohne Standortwechsel ermöglicht.
Der Planentwurf führt zudem flächenbezogene Emissionsgrenzwerte für den Lärmschutz ein. Damit erhalten Unternehmen klarere Planungsvorgaben, während gleichzeitig die Rechte der Anwohner gewahrt bleiben. Die maximale Gebäudehöhe wird so festgelegt, dass der lokale Charakter erhalten bleibt, wobei jedoch keine starre 25-Meter-Grenze vorgesehen ist.
Ein separates, fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße wird neu ausgewiesen. Ursprünglich für eine größere Siedlung vorgesehen, soll es nun im Rahmen der Neuregelung neu vermarktet werden. Großflächiger Einzelhandel ist ausgeschlossen – ein 2018 abgelehnter Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Supermarkt hatte dies bereits vorweggenommen.
Die Verwaltung betont, dass das Verfahren die Haushaltsmittel der Stadt nicht belasten werde. Stattdessen erhofft man sich positive Effekte für den Arbeitsmarkt und höhere Gewerbesteuereinnahmen.
Am 24. Juni 2026 entscheidet der Stadtrat über die Veröffentlichung des Entwurfes. Bei Annahme schafft der aktualisierte Bebauungsplan eine klarere rechtliche Grundlage für den Campus: Unternehmen erhalten mehr Spielraum, während Anwohner weiterhin vor Lärmbelastung geschützt bleiben.






