Gründermesse: Von nachhaltiger Mode bis zu lebensrettenden Erfindungen
Pavel FaustFormer Boxer Axel Schulz Guest Grillmaster - Gründermesse: Von nachhaltiger Mode bis zu lebensrettenden Erfindungen
Bei einer kürzlichen Gründermesse präsentierten innovative Köpfe eine bunte Mischung aus lebensrettenden Erfindungen und nachhaltiger Mode. Unternehmer stellten ihre Start-ups potenziellen Investoren vor – einige konnten Deals abschließen, andere stießen auf Skepsis. Zu den herausragenden Ideen zählten eine waschbare Textilfarbe, eine Handysicherheitslösung und ein kompakter Notfallratgeber.
Die beiden Studentinnen Anna Hadzelek und Emmy Schumacher stellten eine einzigartige Textilfarbe vor, die sich in der Waschmaschine vollständig auswäscht. Ihr Plan sah vor, die Farbe exklusiv in ihrem eigenen T-Shirt-Druckgeschäft einzusetzen, um bedruckten Shirts – etwa für Wahlkampagnen oder Junggesellenabschiede – ein zweites Leben zu ermöglichen. Doch die Investoren, auch "Löwen" genannt, zeigten sich vom wirtschaftlichen Potenzial unbeeindruckt und machten kein Angebot.
Der 17-jährige Christopher präsentierte Peak Protect, eine Sicherheitslösung für Smartphones, die sich speziell an Outdoor-Sportler und Handwerker richtet. Sein Produkt ist bereits auf dem Markt erhältlich; für einen 25-Prozent-Anteil an seinem Start-up suchte er 75.000 Euro. Nach Angeboten von sowohl Janna Ensthaler als auch Ralf Dümmel entschied er sich für eine Partnerschaft mit Dümmel.
Die Rettungssanitäterin Nicole Oudes stellte Heartbeat Revival vor, ein kompakter Schlüsselanhänger, der in Notfällen klare Handlungsanweisungen gibt. Für einen 20-Prozent-Anteil an ihrem Unternehmen forderte sie 160.000 Euro – ein Angebot kam von Ralf Dümmel.
Auch Heinz Pöttinger, Gründer des ernährungsbewussten Start-ups Purora, betrat die Bühne. Sein Unternehmen hat bereits sieben Millionen Euro an Familieninvestitionen eingesammelt. Pöttinger suchte zusätzlich 300.000 Euro für 10 Prozent der Anteile und einigte sich schließlich mit Dagmar Wöhrl auf einen Deal zu 13,75 Prozent.
Die Veranstaltung zeigte sowohl Erfolge als auch Rückschläge für die Gründer. Während Christopher und Nicole Investitionen sicherten, fand die nachhaltige Farbe der Studentinnen keine finanziellen Unterstützer. Pöttingers Purora, gestützt durch beträchtliches Familienkapital, erhielt hingegen weitere finanzielle Rückendeckung. Die Ergebnisse spiegeln die vielfältigen Risiken und Chancen wider, die die Start-up-Welt prägt.