Gianni Versaces mutige Mode kehrt in Pariser Retrospektive zurück
Eine große Gianni-Versace-Retrospektive wird diesen Sommer in Paris eröffnet
Vom 3. Juli bis zum 6. September präsentiert das Musée Maillol – eine sonst der Bildhauerkunst gewidmete Galerie – erstmals eine Modeausstellung. Die Schau verspricht eine immersive Reise durch die kühnsten Kreationen des Designers und seine engen Verbindungen zu Frankreich.
Die Ausstellung distanziert sich bewusst von der Marke Versace und der Familie und bietet stattdessen einen unabhängigen Blick auf das Werk des verstorbenen Modeschöpfers. Fast 100 Outfits, 450 Exponate und seltenes Archivmaterial lassen seine Vision auf bisher unerlebte Weise lebendig werden.
Das Musée Maillol, 1995 zur Ehre des Bildhauers Aristide Maillol gegründet, zeigt damit seine erste Modeschau überhaupt. Kuratiert von Karl von der Ahé, vermeidet die Ausstellung offizielle Bezüge zum Versace-Unternehmen oder der Familie. Stattdessen rückt sie die persönliche Beziehung des Designers zu Paris in den Fokus – eine Stadt, die sein Schaffen maßgeblich prägte.
Besucher betreten eine nachgebildete Version von Versaces Mailänder Atelier, umgeben von bisher unveröffentlichten Fotografien. Höhepunkt ist ein nachgestellter Laufsteg mit Mannequins in ikonischen Designs. Ein besonderer Bereich, „Rock und Royalty“, präsentiert Stücke, die von Lady Diana, Elton John und Madonna getragen wurden.
Trotz der Fülle der Exponate fehlt ein berühmtes Stück: Elizabeth Hurleys legendäres „Sicherheitsnadel-Kleid“. Von der Ahé bestätigte, dass das Kleid derzeit verschollen ist – was der Sammlung eine geheimnisvolle Note verleiht. Neben Mode umfasst die Schau auch Schmuck, Wohnaccessoires und Videointerviews, die Versaces kreatives Universum umfassend beleuchten.
Die Retrospektive läuft etwas mehr als zwei Monate und endet am 6. September. Sie bietet die seltene Gelegenheit, Versaces Erbe durch eine unabhängige Perspektive zu entdecken. Mit fast 550 Exponaten zeigt die Ausstellung nicht nur seine extravaganten Entwürfe, sondern auch den kulturellen Einfluss, den er hinterließ.






