18 April 2026, 08:09

Gebrauchtwagenpreise sinken leicht – doch die Krise bleibt spürbar

Liniendiagramm, das die europäischen Kunststoffmarkttrends im Jahr 2017 veranschaulicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Gebrauchtwagenpreise sinken leicht – doch die Krise bleibt spürbar

Gebrauchtwagenpreise in Deutschland haben in den vergangenen Jahren dramatische Schwankungen erlebt. Zwischen 2021 und 2022 stieg der Durchschnittspreis rekordverdächtig um 19 Prozent an, bevor ein allmählicher Rückgang einsetzte. Anfang 2025 liegt der Preis nun bei etwa 27.800 Euro – rund fünf Prozent unter dem Höchststand von 2023.

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Der starke Anstieg der Gebrauchtwagenpreise begann während der Coronavirus-Pandemie. Weltweite Lieferketten gerieten ins Chaos, was die Produktion in vielen Branchen lahmlegte. Besonders hart traf es die Autohersteller, als Halbleiterproduzenten ihre Kapazitäten auf Unterhaltungselektronik und IT umstellten – und die Autofabriken ohne dringend benötigte Chips zurückließen.

Zwischen 2021 und 2022 führte der Mangel zu Produktionsstopps und langen Wartezeiten für Neuwagen. Schätzungen zufolge wurden 2021 weltweit sieben bis elf Millionen weniger Fahrzeuge gebaut als geplant. Da weniger Neuwagen verfügbar waren, wichen Käufer auf den Gebrauchtmarkt aus – und trieben die Preise innerhalb eines Jahres um fast ein Fünftel in die Höhe.

Anfang 2025 hat sich die Lage leicht entspannt. Der durchschnittliche Gebrauchtwagen kostet nun 27.800 Euro, weniger als im Spitzenjahr 2023. Mehr Leasingrückläufer kommen auf den Markt und verbessern das Angebot, doch die Nachfrage bleibt hoch. Nicht alle Modelle verlieren jedoch an Wert: Beliebte SUVs und Kompaktwagen wie der VW Tiguan oder der BMW X1 halten ihre Preise – in manchen Fällen steigen sie sogar.

Elektroautos allerdings verlieren schneller an Wert als Benziner oder Diesel. Ein drei Jahre altes Batterie-Elektromodell behält heute nur noch etwa 50 Prozent seines ursprünglichen Preises. Zum Vergleich: Benziner liegen bei rund 63,5 Prozent, Diesel bei 62,2 Prozent. Besonders kleine Wagen und hochpreisige E-Modelle verzeichnen die stärksten Wertverluste.

Der Markt ist noch im Umbruch. 2024 stiegen die Fahrzeugübertragungen, und das Angebot erholt sich langsam. Dennoch bleiben Engpässe bestehen, sodass die Preise über dem Niveau vor der Pandemie liegen.

Zwar sind die Gebrauchtwagenpreise seit ihrem Höchststand 2023 gesunken, doch der Markt bleibt angespannt. Die Versorgung bessert sich allmählich, da mehr Leasingfahrzeuge zurückkehren und die Produktion stabiler läuft. Doch die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot – insbesondere bei SUVs und gefragten Kompaktmodellen.

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