16 March 2026, 22:11

Friedensprotest in Berlin: Israelis fordern Ende der Nahost-Kriege

Gruppe von Menschen mit Fahnen vor einem Gebäude mit Fenstern und einer Laterne, mit Pflanzen und Fahrzeugen im Hintergrund unter einem dunklen Himmel.

Initiative 'Israelis for Peace' protestiert gegen den Krieg - Friedensprotest in Berlin: Israelis fordern Ende der Nahost-Kriege

Dutzende Demonstranten versammelten sich am Samstag in Berlin, um gegen Militäroperationen im Nahen Osten zu protestieren. Die von der Gruppe Israelis für Frieden organisierte Kundgebung forderte ein Ende der Angriffe im Iran und im Libanon. Rednerinnen und Redner bei der Veranstaltung riefen Deutschland dazu auf, seine Position in Einklang mit dem Völkerrecht zu bringen.

Die Protestaktion fand im Zentrum Berlins statt, wo Teilnehmerinnen und Teilnehmer Schilder hochhielten und Parolen gegen den anhaltenden Konflikt skandierten. Zu den Rednern zählte auch die Philosophin Susan Neiman, die sich an die Menge wandte und die Notwendigkeit einer friedlichen Lösung betonte.

Die Gruppe Israelis für Frieden, die hinter der Demonstration steht, verlangte ausdrücklich einen sofortigen Stopp aller militärischen Aktionen in der Region. In ihren Stellungnahmen wiesen die Aktivisten auf die wachsende Besorgnis über die Eskalation der Gewalt im Libanon und im Iran hin.

Die Berliner Kundgebung spiegelt eine weltweite Protestwelle wider, die seit Oktober 2023 an Fahrt aufgenommen hat. Zwar liegen keine genauen Zahlen vor, doch Berichte von Medien wie Reuters und Al Jazeera schätzen, dass sich Millionen Menschen an Demonstrationen in Städten wie London, New York und Paris beteiligt haben. Eine der größten Versammlungen fand am 9. Dezember 2023 in London statt, wo etwa 500.000 Menschen auf die Straße gingen.

Der Berliner Protest reiht sich in die globalen Forderungen nach einer Deeskalation im Nahen Osten ein. Die Organisatoren setzen sich weiterhin für internationalen Druck auf die an dem Konflikt beteiligten Regierungen ein. Die Veranstaltung unterstreicht den anhaltenden öffentlichen Widerstand gegen militärische Interventionen in der Region.

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