10 June 2026, 16:10

Fehmarnbelttunnel: Kosten für Hinterland-Anbindungen explodieren auf 10,7 Milliarden Euro

Kosten für die Fehmarnbelt-Eisenbahnlinie steigen deutlich an

Fehmarnbelttunnel: Kosten für Hinterland-Anbindungen explodieren auf 10,7 Milliarden Euro

Kosten für deutsche Hinterland-Anbindungen am Fehmarnbelttunnel explodieren auf 10,7 Milliarden Euro

Die Kosten für die deutschen Hinterland-Schienenanbindungen an den Fehmarnbelttunnel sind auf 10,7 Milliarden Euro hochgeschnellt – ein drastischer Anstieg gegenüber der früheren Schätzung von 8,1 Milliarden Euro. Die Entwicklung löst breite Besorgnis aus. Offizielle Stellen haben die Steigerung bestätigt, wobei Verzögerungen die Fertigstellung nun über das Jahr 2029 hinausschieben.

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Der Fehmarnbelttunnel, eine kombinierte Schienen- und Straßenverbindung, hat bereits zwei Jahre Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Eröffnungstermin 2029. Allein für den Abschnitt Sund-Tunnel hatte die Deutsche Bahn zunächst 714 Millionen Euro veranschlagt – mittlerweile sind daraus 2,306 Milliarden Euro geworden. Das Bundesverkehrsministerium hat die kostenspirale anerkannt.

Claus Ruhe Madsen, Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, bezeichnete die Kostenexplosion als „inakzeptabel“ und die überarbeitete Summe als „unfassbar". Trotz der finanziellen Belastung betonte er die Bedeutung des Projekts für Deutschland und schloss einen Rückzug aus. Unterdessen kritisierte Paula Piechotta, haushaltspolitische Sprecherin der Grünen, die zögerliche Umsetzung und forderte das Ministerium auf, schnellere und kostengünstigere Lösungen für die Schienenanbindungen an den Tunnel zu finden.

Piechotta verwies zudem auf ähnliche Planungsverzögerungen bei den Zufahrtsstrecken zum Brenner-Basistunnel. Sie sah darin ein Symptom für die grundsätzlichen Probleme Deutschlands beim Ausbau der Schieneninfrastruktur. Der Bericht des Bundesrechnungshofs zu den Kostenüberschreitungen bleibt unter Verschluss und soll erst nach Abschluss der parlamentarischen Beratungen veröffentlicht werden.

Der aktualisierte Haushalt für die Hinterland-Anbindungen beläuft sich nun auf 10,7 Milliarden Euro. Eine Fertigstellung vor 2030 gilt als unwahrscheinlich, da das Projekt sowohl finanziell als auch zeitlich unter Druck steht. Bisher hat die Regierung keinen klaren Plan vorgelegt, um die steigenden Kosten und Verzögerungen in den Griff zu bekommen.

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