FC Erzgebirge Aue steht vor dem Abstieg aus der 3. Liga nach bitterer Niederlage
Anett ZobelAbstieg droht: Erzgebirge Aue verliert in Mannheim - FC Erzgebirge Aue steht vor dem Abstieg aus der 3. Liga nach bitterer Niederlage
FC Erzgebirge Aues Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der 3. Liga sind nach einer 1:2-Niederlage gegen den SV Waldhof Mannheim praktisch zerronnen. Die Pleite verlängert die sieglose Serie des Vereins auf über drei Monate und bringt die Mannschaft an den Rand des Abstiegs. Mit nur noch acht ausstehenden Spielen könnte der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz bald zweistellig werden.
Aue ging früh in Führung, als Marvin Stefaniak in der 44. Minute traf. Doch Mannheim kämpfte sich zurück: Lovis Bierschenk glich bereits fünf Minuten nach der Pause aus. Der späte Siegtreffer von Terrence Boyd in der 90. Minute besiegelte schließlich Aues Schicksal – ein weiterer Rückschlag in einer enttäuschenden Saison.
Die finanziellen Probleme des Clubs begannen nach dem Abstieg in die Regionalliga 2023, der eine umfassende Umstrukturierung erzwang. Ein mehrjähriger Sanierungsplan wurde aufgelegt, der auf Nachwuchsförderung und Kostensenkung statt auf hohe Investitionen setzt. Ziel war ein schrittweiser Wiederaufstieg in die 3. Liga, bevor an höhere Spielklassen gedacht werden konnte.
Nun, da der Abstieg so gut wie sicher ist, hat die Vereinsführung die Pläne bis Sommer 2027 skizziert. Trotz Budgetkürzungen verspricht man, zentrale Strukturen und den professionellen Spielbetrieb zu erhalten. Der nächste Schritt sieht ein Budget von knapp 10 Millionen Euro vor, um den direkten Wiederaufstieg anzugehen.
Die Niederlage lässt Aue vor einer nahezu aussichtslosen Aufgabe stehen, den Abstieg noch abzuwenden. Sollten die Ergebnisse an diesem Wochenende gegen den Verein sprechen, könnte der Punkteabstand auf über zehn anwachsen. Der Fokus muss nun auf dem Neuaufbau liegen, um möglichst schnell in die 3. Liga zurückzukehren.






