25 June 2026, 14:09

Entwicklungshilfe in der Krise: NGOs fordern radikale Reformen und mehr Geld

Hilfsorganisationen kritisieren fehlende Strategie

Entwicklungshilfe in der Krise: NGOs fordern radikale Reformen und mehr Geld

Mathias Mogge und Joshua Hofert haben am Mittwoch ihre jährliche Bewertung der deutschen Entwicklungspolitik vorgestellt. Die Generalsekretäre von Welthungerhilfe und Terre des Hommes äußerten sich besorgt über die aktuellen Reformpläne. Sie betonten, dass die Entwicklungszusammenarbeit trotz wachsender globaler Herausforderungen nicht an Schwung verlieren dürfe.

Mogge und Hofert begrüßten zwar die Neuausrichtung der Entwicklungspolitik, kritisierten aber das Fehlen einer klaren Strategie. Sie warnten, dass humanitäre Hilfe zunehmend politisiert werde und dadurch ihre Grundsätze der Neutralität und Unabhängigkeit gefährdet seien.

Die Organisationen forderten eine deutliche Aufstockung der Mittel für humanitäre Hilfe – von einer Milliarde auf 2,8 Milliarden Euro im nächsten Bundeshaushalt. Mogge unterstrich, dass die Reform die Qualität der Hilfe vor deren Quantität priorisieren müsse. Zudem betonte er, dass sowohl die Krisenbewältigung als auch die langfristige Prävention finanziell gestärkt werden müssten.

Hofert machte deutlich, dass die Reform kein von Berlin aus gesteuertes Verwaltungsprojekt von oben sein dürfe. Beide Führungskräfte pochten auf eine stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft – sowohl in Deutschland als auch in den Partnerländern. Zudem argumentierten sie, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit nur dann wirksam sei, wenn sie sich an den Bedürfnissen lokaler Akteure orientiere.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die NGOs forderten, die Anstrengungen in der Entwicklungspolitik trotz steigender Herausforderungen durch Krisen, Kriege und Klimawandel fortzusetzen. Sie drängten auf einen inklusiveren Reformansatz, bei dem die Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle spielt. Die Forderung nach höheren Mitteln und einer besseren Ausrichtung an lokalen Bedürfnissen bleibt dabei eine zentrale Priorität.

Quelle