06 May 2026, 12:13

Enso übernimmt Tegut-Filialen und stärkt ländliche Supermarktversorgung

Ein Supermarktgang mit verschiedenen Lebensmitteln.

Enso übernimmt Tegut-Filialen und stärkt ländliche Supermarktversorgung

Deutsche Supermarktkette Enso plant Expansion durch Übernahme von bis zu 36 Tegut-Filialen in ländlichen Regionen

Der Schritt folgt auf den Beschluss des Schweizer Handelskonzerns Migros, sich vom deutschen Markt zurückzuziehen und seine Tegut-Standorte zum Verkauf anzubieten. Während große Einzelhändler wie Edeka und Rewe vor allem auf größere Standorte setzen, konzentriert sich Enso auf die Übernahme kleinerer Märkte in weniger dicht besiedelten Gebieten.

Migros hatte kürzlich seinen Rückzug aus Deutschland bekannt gegeben und damit seine Tegut-Supermarktkette in den Verkauf gebracht. Enso nutzt diese Gelegenheit, um sein Filialnetz in Regionen auszubauen, die von anderen Händlern oft vernachlässigt werden.

Enso betreibt bereits fast 90 Tante-Enso-Läden bundesweit, die speziell auf Gemeinden zugeschnitten sind, in denen der nächste Supermarkt mindestens fünf Kilometer entfernt liegt. Das Konzept der Kette beschreibt sich selbst als „Tante-Emma-Laden-Charme trifft modernen Einzelhandel“ – eine Mischung aus traditionellem Service und flexiblen Einkaufsmöglichkeiten.

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Ein Beispiel ist der Tante-Enso-Markt im Lemgower Ortsteil Schweskau. Nach der Schließung des örtlichen Edeka verloren die Anwohner den einfachen Zugang zu Lebensmitteln – bis Enso den Standort wiedereröffnete. Der Laden hat sich seitdem zu einem sozialen Treffpunkt entwickelt, an dem Kunden nach dem Einkauf oft noch vor dem Geschäft plaudern.

Um die Läden auch außerhalb der Öffnungszeiten nutzbar zu machen, bietet Enso die Tante-Enso-Karte an. Damit können Anwohner rund um die Uhr einkaufen und an der Selbstbedienungskasse bezahlen. Die Eröffnung eines neuen Standorts ist dabei an die Unterstützung der Gemeinde geknüpft: Ein bestimmter Anteil der Bewohner muss der Genossenschaft beitreten und erhält im Gegenzug Zugang zu vergünstigten Preisen.

Ensos Ansatz zielt auf die Lücken, die große Ketten hinterlassen, und sichert so die Grundversorgung in ländlichen Gebieten. Die Übernahme der Tegut-Filialen würde die Präsenz des Unternehmens in unterversorgten Regionen weiter stärken. Durch das Genossenschaftsmodell und den 24-Stunden-Zugang will Enso sicherstellen, dass Dorfläden auch langfristig überlebensfähig bleiben. Die Expansion folgt einem Modell, das sich bereits in Orten wie Lemgow bewährt hat, wo der lokale Einzelhandel wiederbelebt wurde.

Quelle