Dortmunder Flughafen schreibt 2025 noch tieferes Defizit als erwartet
Anett ZobelDortmunder Flughafen schreibt 2025 noch tieferes Defizit als erwartet
Flughafen Dortmund schließt 2025 mit höherem Defizit ab als im Vorjahr
Der Flughafen Dortmund beendete das Jahr 2025 mit einem größeren Fehlbetrag als im Vorjahr. Das Jahresdefizit stieg auf 6,3 Millionen Euro – nach 1,8 Millionen Euro im Jahr 2024. Hauptgründe für den finanziellen Rückgang waren gestiegene Personalkosten und ein reduziertes Flugangebot der Airlines.
Die finanzielle Schieflage des Flughafens verschärfte sich weiter, da das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stark einbrach. 2025 sank das EBITDA auf rund 971.000 Euro, nach 5,1 Millionen Euro im Vorjahr. Trotz dieser Entwicklung stieg der Gesamtumsatz auf 49,81 Millionen Euro.
Ein zentraler Faktor für das wachsende Defizit waren die steigenden Personalkosten. Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neuer Tarifvertrag trieben die Ausgaben in die Höhe. Zudem belasteten Kürzungen im Flugbetrieb die Bilanz: Ryanair zog sich komplett zurück, Eurowings reduzierte sein Angebot. Von diesen Veränderungen waren rund 560.000 Passagiere betroffen.
Trotz der Rückgänge bei den Airlines stieg die Passagierzahl 2025 weiter an und erreichte 3,24 Millionen. Dieser Zuwachs milderte teilweise die finanziellen Belastungen durch die Flugangebotskürzungen ab. In den vergangenen fünf Jahren hatte sich der Flughafen schrittweise von einem COVID-Tiefststand von etwa 0,5 Millionen Passagieren im Jahr 2021 auf 2,2 Millionen im Jahr 2024 erholt – blieb damit aber noch unter den 2,6 Millionen aus dem Jahr 2019.
Die endgültigen, geprüften Jahresabschlusszahlen für 2025 werden im Juni erwartet, sobald die finanzielle Überprüfung abgeschlossen ist.
Die Bilanz des Flughafens für 2025 zeigt sowohl Erholungstendenzen als auch anhaltenden finanziellen Druck. Zwar brachte das Passagierwachstum etwas Entlastung, doch die höheren Kosten und die Kürzungen im Flugangebot belasteten den Haushalt stark. Das vollständige finanzielle Bild wird sich nach Abschluss der Prüfung im Juni abzeichnen.






