27 June 2026, 14:07

Dieter Nuhrs Femizid-"Witze" entfachen Debatte über Satire und Verantwortung

Dieter Nuhrs Misogynie-Witze

Dieter Nuhrs Femizid-"Witze" entfachen Debatte über Satire und Verantwortung

Der Komiker Dieter Nuhr hat mit seinem jüngsten ARD-Programm für Aufsehen gesorgt. Seine Witze über Frauen und Femizide haben weitreichende Kritik ausgelöst. Öffentlich-rechtliche Sender stehen in der Kritik, das Material unter dem Deckmantel der Satire ausgestrahlt zu haben.

In seiner aktuellen Show „witzelte“ Nuhr, Parkplätze seien „strukturell zu klein“ für Frauen. Zudem riet er Frauen, ihren Partner „vor dem Sex erst einmal kennenzulernen“, um nicht getötet zu werden. Kritiker werfen ihm vor, die „Witze“ seien weder geistreich noch lustig, sondern machten stattdessen Opfer von Gewalt verantwortlich.

Nuhr behauptete, in Deutschland gebe es kein systemisches Problem mit Femiziden – obwohl jährlich zwischen 300 und 350 Frauen getötet werden. In 87 Prozent der Fälle ist der Täter der aktuelle oder ehemalige Partner. Seine Äußerungen werden dafür kritisiert, frauenfeindliche Klischees zu verstärken und Opferbeschuldigung zu betreiben.

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Öffentlich-rechtliche Sender wie der rbb verteidigten die Sendung als künstlerischen und satirischen Ausdruck. Konsequenzen gab es jedoch keine. Die Debatte wirft erneut Fragen zur Verantwortung auf, wenn solche Inhalte eine Plattform erhalten. Der rbb räumte die Kritik ein, blieb aber bei seiner Haltung zur Kunstfreiheit. Nuhrs „Witze“ bleiben weiterhin ohne Folgen für den Publikum zugänglich. Die Diskussion über die Grenzen von Satire und die Verantwortung öffentlicher Medien hält an.

Quelle