20 June 2026, 02:09

Die Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Spannungen zwischen Jung und Alt

Linkspartei startet Parteitag in Potsdam

Die Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Spannungen zwischen Jung und Alt

Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung steht im Zeichen der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden und der Debatte über zentrale politische Themen. Erwartet wird, dass die Spannungen zwischen älteren und jüngeren Mitgliedern die Diskussionen prägen werden.

Die Konferenz begann mit der Bekanntgabe von Jan van Akens Rücktritt als Co-Vorsitzender. Er begründete seinen Schritt mit gesundheitlichen Gründen, betonte jedoch, dass kein Anlass zur Sorge bestehe. Sein Ausscheiden hinterlässt eine vakante Position an der Seite der Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner.

Bisher hat nur der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano seine Kandidatur für das Amt erklärt. Er strebt an, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen zu gewinnen. Die wachsende und jüngere Mitgliederschaft der Partei führt immer wieder zu Konflikten mit den langjährigen Veteranen.

Auf der Tagesordnung steht zudem eine geplante Obergrenze für die Bezüge von Abgeordneten. Dem Vorschlag zufolge sollen Abgeordnete monatlich 2.950 Euro behalten dürfen, zuzüglich 350 Euro netto pro Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Überschüssige Einnahmen würden in einen sozialen Parteifonds fließen. Auch die Außenpolitik, insbesondere die Haltung der Partei zur israelischen Regierung, wird ein zentraler Diskussionspunkt sein.

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Der Parteitag wird einen neuen Co-Vorsitzenden wählen, der gemeinsam mit Ines Schwerdtner die Partei führen soll. Die Beschlüsse zur Obergrenze der Abgeordnetenbezüge und zur Außenpolitik könnten die künftige Ausrichtung der Partei prägen. Die Ergebnisse werden zeigen, wie sich das Kräfteverhältnis zwischen der sich wandelnden Mitgliederschaft und der etablierten Führung gestaltet.

Quelle