Deutschland sichert erste LNG-Lieferungen aus dem Oman trotz Golfkrise
Pavel FaustDeutschland sichert erste LNG-Lieferungen aus dem Oman trotz Golfkrise
Deutschland hat mit den ersten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) aus dem Oman begonnen. Die geplanten Sendungen trafen wie vorgesehen im Jahr 2024 ein – trotz der steigenden Spannungen in der Golfregion. Behörden bestätigen, dass die künftigen Lieferungen durch eine langfristige Vereinbarung gesichert bleiben.
Die ersten LNG-Ladungen erreichten die staatlich gestützte deutsche Energiegesellschaft SEFE im Rahmen eines 2023 geschlossenen Versorgungsabkommens mit Oman LNG. Laut Vertrag wird der Oman jährlich 0,58 Milliarden Kubikmeter Gas liefern. Ein umfassenderes Vierjahresabkommen, das 2026 in Kraft treten soll, wird die Partnerschaft weiter festigen.
Während iranische Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Golf die Exporte in andere Regionen behindert haben, blieb Omans Lage östlich der Straße von Hormus von solchen Störungen verschont – die LNG-Anlagen des Landes sind weiterhin zugänglich. Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten, die mit akuten Engpässen und Preiskämpfen konfrontiert sind, gab es bei Deutschlands Importen aus dem Oman keine Unterbrechungen.
Katar, einer der größten LNG-Produzenten, verzeichnet aufgrund des Konflikts erhebliche Lieferausfälle. Viele Sendungen aus der Golfregion fallen aus, was die Lagerbestände in ganz Europa auf kritisch niedrigem Niveau hält. Deutschlands stabile Bezüge aus dem Oman stellen daher eine seltene Ausnahme inmitten der regionalen Turbulenzen dar.
Die erfolgreichen Lieferungen stärken die Energiesicherheit Deutschlands in einer Phase weitverbreiteter Versorgungsinstabilität. Da keine Risiken für künftige Sendungen gemeldet wurden, dürften die LNG-Importe aus dem Oman reibungslos weiterlaufen. Das Abkommen unterstreicht zudem die strategische Position Omans, der es gelingt, seine Exporte trotz der Golfkrise ohne Unterbrechungen aufrechtzuerhalten.






