Deutschland plant Olympia-Bewerbung: Kiel oder Rostock-Warnemünde für Segelwettbewerbe?
Edelgard HolzapfelDeutschland plant Olympia-Bewerbung: Kiel oder Rostock-Warnemünde für Segelwettbewerbe?
Deutschland prüft eine Bewerbung für die Austragung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Ein zentraler Diskussionspunkt bleibt der mögliche Austragungsort für die Segelwettbewerbe, wobei Kiel und Rostock-Warnemünde als Standorte in der engeren Auswahl stehen. Die endgültige Entscheidung über den Ort wird auf der DOSB-Mitgliederversammlung Ende September fallen.
Kiel blickt auf eine lange olympische Segeltradition zurück: Die Stadt war bereits 1936 und 1972 mit Schilksee als Wettkampfstätte vertreten. Nun nutzt Kiel die Kieler Woche, um seine Eignung als möglicher Junior-Partner für künftige Spiele unter Beweis zu stellen. Der Weltmeister und dreifache Olympionike Philipp Buhl hatte Kiels Tauglichkeit zunächst infrage gestellt, revidierte seine Haltung jedoch später.
Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler-Verbands, wird die Vorschläge am 17. August dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) präsentieren. Parallel dazu plant Kiel Gespräche mit München und der Rhein-Ruhr-Region, um die Bewerbungsbemühungen abzustimmen. Nach dem Rückzug Hamburgs bleiben Berlin, München und die Rhein-Ruhr-Region als mögliche Gastgeberstädte im Rennen.
Die endgültige Entscheidung über den Segelstandort wird am 26. September in Baden-Baden bekannt gegeben. Kiel und Rostock-Warnemünde gelten weiterhin als Hauptoptionen. Die Wahl wird die deutsche Olympische Bewerbungsstrategie für die kommenden Jahrzehnte maßgeblich prägen.
