Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Fahrgäste bleiben unzufrieden
Bianca StiebitzDeutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Fahrgäste bleiben unzufrieden
Deutsche Bahn friert Preise für Fernverkehr ein – Kritik von Fahrgastverbänden
Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai für ein Jahr stabil bleiben. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen, die Belastungen während der Energiekrise abzumildern. Fahrgastverbände kritisieren die Entscheidung jedoch bereits als unzureichend.
Vorstandschefin Evelyn Palla bestätigte die Preisgarantie für alle Fernverkehrsangebote. Sie begründete den Schritt mit den durch die Energiekrise gestiegenen Kosten. Dennoch bleiben die Ticketpreise weiterhin abhängig von Strecke, Reisezeit und Auslastung.
Der Fahrgastverband Pro Bahn wies die Ankündigung umgehend zurück. Detlef Neuß, der Ehrenvorsitzende der Organisation, argumentierte, die Deutsche Bahn hätte die Preise stattdessen senken müssen. Angesichts anhaltender Probleme wie Verspätungen und Zugausfälle reiche es nicht aus, lediglich auf Preiserhöhungen zu verzichten.
Neuß betonte, die Bahn müsse deutlich stärker gegensteuern. Er forderte eine klar definierte Phase mit reduzierten Tarifen, um Reisende in der Krise besser zu entlasten. Die Preissperre gilt zwar bis April 2025, doch Kritiker bestehen darauf, dass weitere Schritte nötig sind. Fahrgäste leiden weiterhin unter unzuverlässigen Verbindungen bei gleichzeitig hohen Kosten. Bisher hat die Deutsche Bahn keine zusätzlichen Anpassungen bei Preisen oder Servicequalität angekündigt.






