Der "Tag von Potsdam" 1933: Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete
Anett ZobelIn der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Der "Tag von Potsdam" 1933: Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beendete
Am 21. März 1933 wurde der "Tag von Potsdam" zu einem Wendepunkt der deutschen Geschichte. Die in der Garnisonkirche abgehaltende Veranstaltung markierte den Übergang von der Weimarer Republik in die nationalsozialistische Diktatur. Heute gilt sie als symbolische Geburtsstunde des Dritten Reiches.
Die von Adolf Hitler geführte Reichsregierung inszenierte den Akt, um ihre Macht zu legitimieren. Hitler hielt vor dem neu einberufenen Reichstag eine Rede, in der er preußische Tradition mit nationalsozialistischer Ideologie verband. Der Händedruck zwischen Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg in der Kirche wurde zu einem der prägendsten Bilder jener Zeit.
Der Tag wird heute jährlich mit einer Gedenkveranstaltung am selben Ort begangen. Die Rekonstruktion der Garnisonkirche stieß jedoch wegen ihrer historischen Verknüpfung mit dem Ereignis auf Kritik. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs fanden dort keine weiteren bedeutenden symbolischen Zusammenkünfte statt.
Der "Tag von Potsdam" bleibt ein prägender Moment beim Aufstieg der NS-Herrschaft. Sein Erbe wird bis heute diskutiert, insbesondere im Zuge der Restaurierung der Garnisonkirche. Die historische Bedeutung des Ereignisses prägt weiterhin die Erinnerung an diese Epoche.






