17 June 2026, 17:35

Chinesische E-Autos boomen dank deutscher Kaufprämie – doch die Kritik wächst

Händler: E-Auto-Subvention mainly goes to China

Chinesische E-Autos boomen dank deutscher Kaufprämie – doch die Kritik wächst

Die deutsche Staatsförderung für Elektroautos treibt die Verkäufe günstiger chinesischer Modelle voran. Käufer können seit dem 1. Januar 2026 je nach Einkommen und Familiengröße bis zu 6.000 Euro für neu zugelassene Elektrofahrzeuge erhalten. Das Programm verfügt über ein Gesamtbudget von 3,5 Milliarden Euro.

Seit Einführung der Förderung haben sich die Verkäufe preiswerter chinesischer Elektroautos in Deutschland mehr als verdoppelt. Die meisten Käufe entfallen auf Fahrzeuge im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro – eine Kategorie, in der deutsche Hersteller derzeit keine elektrischen Alternativen anbieten.

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Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), gibt jedoch zu bedenken, dass die Förderung bisher kaum mehr Verbraucher zum Umstieg auf Elektroautos bewegt habe. Er plädiert dafür, auch Gebrauchtfahrzeuge in die Förderung einzubeziehen und diese mit einer besseren Ladeinfrastruktur, niedrigeren Stromkosten sowie transparenteren Preisen an den Ladestationen zu verbinden.

Weller schlägt vor, Ladestationen nach dem Vorbild des Mobilfunk-Roamings zu behandeln, sodass überall ein einheitlicher Preis für das Aufladen gelten würde. Besonders brisant ist die Wirkung der Subventionen vor dem Hintergrund der Bemühungen der EU, ihre Automobilindustrie vor chinesischer Konkurrenz zu schützen.

Offenbar profitieren vor allem ausländische – und hier insbesondere chinesische – Hersteller von dem 3,5-Milliarden-Euro-Förderprogramm. Deutsche Autohäuser verzeichnen eine stark gestiegene Nachfrage nach diesen Modellen. Die Ausgestaltung und Wirkung der Förderung bleibt unter Branchenvertretern umstritten.

Quelle