Chaos auf dem Fusion-Festival: Brände, Drogenrazzien und eine illegale Einreise
Anett ZobelChaos auf dem Fusion-Festival: Brände, Drogenrazzien und eine illegale Einreise
Fusion-Festival nach Bränden unterbrochen – Drogen, Vandalismus und eine illegale Einreise
Am Donnerstagabend kam es auf dem Fusion-Festival zu erheblichen Störungen, als mehrere Brände ausbrachen und die Veranstalter gezwungen waren, die Veranstaltung vorübergehend einzustellen. Alle Besucher wurden zügig auf einen nahegelegenen Flugplatz evakuiert, während die Behörden die Lage unter Kontrolle brachten.
Die Polizei war während des Festivals mit einem starken Aufgebot präsent – rund 70 Bundesbeamte waren in der Nähe des Bahnhofs Neustrelitz im Einsatz. Bei Verkehrskontrollen stellten die Beamten 48 Fälle von Drogenfahrten fest.
Auch der Zoll war aktiv und leitete 24 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine. Zudem erstatteten die Behörden acht weitere Anzeigen wegen Besitzes oder Handels mit Drogen während des Festivals.
Es gab zudem mehrere Fälle von Vandalismus: Mehrere Personen sollen während der Evakuierung eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben. Ein Beamter erlitt leichte Verletzungen, nachdem er bei dem Versuch, die Schäden zu filmen, angegriffen worden war. Bei stichprobenartigen Kontrollen deckten die Behörden zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitsfall auf, die meisten im Zusammenhang mit Drogen. Eine Person hielt sich zudem illegal in Deutschland auf.
Die vorübergehende Unterbrechung des Festivals folgte auf die Brände und die anschließende Evakuierung. Die Behörden dokumentierten seitdem zahlreiche drogenbezogene Straftaten, Vandalismus und einen Fall illegalen Aufenthalts. Die Ermittlungen zu den Vorfällen laufen noch.
