29 June 2026, 18:18

Bundespolizei bangt um ihre Körperkameras – Hersteller stellt Support ein

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Bundespolizei bangt um ihre Körperkameras – Hersteller stellt Support ein

Bundespolizei droht Engpass bei Körperkameras

Die deutsche Bundespolizei könnte schon bald nicht mehr über ausreichend funktionierende Körperkameras verfügen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung einzustellen – damit wächst die Sorge vor Ausfällen der Geräte im Jahr 2023. Polizeigewerkschaften warnen bereits vor einer Lücke bei der Einsatzausstattung.

Um die Technik zu modernisieren, hatte die Behörde eine Ausschreibung über 5 Millionen Euro für 2.500 neue Körperkameras gestartet, mit einer Option auf weitere 1.500 Geräte. Die Kameras sollten die Beweissicherung verbessern und helfen, Konflikte zu entschärfen – ihr Nutzen hatte sich bereits in früheren Einsätzen gezeigt. Einige Modelle ließen sich sogar nahtlos mit den Elektroschockpistolen der Polizei kombinieren.

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Doch das Vergabeverfahren scheiterte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus das Vorhaben für Lieferanten unattraktiv machten. Nach dem Scheitern der Ausschreibung hofft die Behörde nun, dass der bestehende Hersteller seine Unterstützung verlängert. Diese Übergangslösung würde zwar Millionen kosten, könnte aber einen akuten Mangel verhindern.

Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fordert das Bundesinnenministerium auf, schnell zu handeln. Ohne Gegenmaßnahmen droht Beamten der Verlust eines entscheidenden Werkzeugs für riskante Einsatzlagen.

Schon im kommenden Jahr könnte die Bundespolizei mit einer Versorgungslücke bei Körperkameras konfrontiert sein. Die Verlängerung der bisherigen Unterstützung bietet zwar eine kurzfristige Lösung – allerdings zu hohen Kosten. Ob die Beamten ihre unverzichtbare Ausrüstung behalten, hängt nun von einer zügigen Reaktion des Ministeriums ab.

Quelle