Bundespolitiker in Österreich erhalten 2025 erstmals seit Jahren eine Gehaltserhöhung
Bianca StiebitzBundespolitiker in Österreich erhalten 2025 erstmals seit Jahren eine Gehaltserhöhung
Bundespolitiker in Österreich erhalten 2025 eine Gehaltserhöhung von einem Prozent. Die Anpassung folgt auf Jahre der Lohnstagnation und unter der Inflationsrate liegenden Erhöhungen, wodurch sich der reale Wert ihrer Bezüge im Laufe der Zeit verringert hat.
Die Koalitionspartner – Österreichische Volkspartei (ÖVP), Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) und NEOS – brachten den Vorschlag im Nationalrat ein. Sie begründeten die Maßnahme als Teil der laufenden Haushaltskonsolidierung. Von der Erhöhung betroffen sind der Bundespräsident, der Bundeskanzler, der Vizekanzler sowie alle Regierungsmitglieder.
Auch die Abgeordneten des Nationalrats und des Bundesrats werden höhere Bezüge erhalten. Zudem profitieren der Präsident des Rechnungshofs und die Mitglieder der Volksanwaltschaft von der gleichen Anpassung. Für viele Bundespolitiker handelt es sich um die erste Gehaltserhöhung seit drei Jahren.
In dieser Zeit blieben die meisten Regierungsgehälter unverändert. 2024 gab es zwar eine Anhebung für Parlamentarier, diese deckte jedoch nur die Hälfte der Inflationsrate ab. Die Finanzierung von Parteien, Parlamentsklubs und Akademien bleibt hingegen für die nächsten zwei Jahre eingefroren.
Die Koalition hat zudem vereinbart, einen Prozess zur umfassenderen Reform der Politikerbezüge einzuleiten. Die einprozentige Erhöhung tritt 2025 in Kraft und soll den schrittweisen Wertverlust der Gehälter ausgleichen, der durch frühere Einfrierungen und geringe Anpassungen entstanden ist. Das Reformvorhaben könnte weitere Änderungen bei der Vergütung von Politikern mit sich bringen.






