Bundesländer planen Notreserve für Stromnetze nach Sabotage-Angriff
Bianca StiebitzBundesländer planen Notreserve für Stromnetze nach Sabotage-Angriff
Die Innenminister der deutschen Bundesländer schlagen die Einrichtung eines Nationalen Lagerbestands für Bau- und Reparaturmaterialien vor. Mit dem Plan soll die kritische Infrastruktur – insbesondere die Stromnetze – vor wachsenden Bedrohungen geschützt werden. Der Vorstoß folgt auf einen schweren Sabotageakt zu Beginn dieses Jahres, durch den zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom waren.
Im Januar hatte ein Angriff auf die Berliner Stromversorgung zehntausende Haushalte für mehrere Tage von der Versorgung abgeschnitten. Das Ereignis machte deutlich, wie dringend schnellere Notfallreaktionen erforderlich sind. Die geplante Reserve soll essenzielle Komponenten wie Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen und Schutzsysteme vorrätig halten.
Die Länder fordern zudem bundesweite Regelungen, um Genehmigungsverfahren für den Transport von Schwer- und Großraumgut in Krisenzeiten zu beschleunigen. Ziel ist es, Lieferkettenverzögerungen zu verringern und beschädigte Infrastruktur zügiger wiederherzustellen.
Die Reserve würde Deutschland in die Lage versetzen, schneller auf Angriffe auf Stromnetze zu reagieren und gleichzeitig wichtige Bauteile für schnelle Reparaturen bereitzuhalten. Der Vorschlag muss nun weiter beraten werden und könnte künftig auch Bundeshilfe erhalten.






