Braunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Schneechaos und Bürgerprotesten
Anett ZobelBraunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Schneechaos und Bürgerprotesten
Der Stadtrat von Braunschweig hat eine Untersuchung zu den Versäumnissen beim Winterdienst genehmigt, nachdem heftige Schneefälle wichtige Verkehrswege tagelang unpassierbar gemacht hatten. Der Beschluss geht auf einen Antrag der Fraktion DIE FRAKTION. BS zurück, die unzureichende Personalkapazitäten und Ausrüstung während des anhaltenden Schneefalls im vergangenen Winter kritisiert hatte.
Anwohner und Radfahrer sahen sich mit erheblichen Behinderungen konfrontiert, da Rad- und Fußwege oft nicht geräumt wurden. Die Prüfung soll klären, ob der Dienstleister ALBA über ausreichende Ressourcen verfügte, um die Wetterbedingungen effektiv zu bewältigen.
Der Handlungsdruck erhöhte sich, nachdem Sturm „Elli“ im Februar über die Region hinwegfegte. Orkanböen und Schneeverwehungen blockierten Straßen, legten den Zugverkehr lahm und zwangen Schulen zur Schließung. Trotz des Rund-um-die-Uhr-Einsatzes der Schneepflugteams blieben viele Straßen – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Helmstedter Straße – tagelang teilweise oder vollständig verschneit.
Die Wut der Bürger wuchs, als Radwege vernachlässigt wurden und das Radfahren zur Gefahr wurde. Im Antrag hieß es, die Situation stehe im Widerspruch zum Braunschweiger Mobilitätsentwicklungsplan 2035 , der zu Fuß gehen und Radfahren als verlässliche Verkehrsalternativen fördern soll.
Die Abgeordneten diskutierten das Thema im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung sowie im Verwaltungsausschuss. Die endgültige Abstimmung fand in der letzten Dienstagssitzung des Stadtrats statt. Neben der Aufarbeitung der Probleme vom vergangenen Winter soll die Untersuchung auch realistische Leistungsstandards für das künftige Betriebsmodell definieren, das 2031 in Kraft treten wird.
Die Überprüfung wird die personellen und technischen Kapazitäten von ALBA bewerten, um sicherere Wintermobilität für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten. Die Ergebnisse sollen in künftige Verträge und Dienstleistungsanforderungen einfließen. Die Stadt strebt an, ähnliche Störungen in den kommenden Wintern zu vermeiden und gleichzeitig ihre langfristigen Verkehrsziele zu verwirklichen.






