Brauerei Wolters in Braunschweig beantragt Eigenverwaltung – Rettung noch möglich?
Bianca StiebitzBrauerei Wolters in Braunschweig beantragt Eigenverwaltung – Rettung noch möglich?
Brauerei Wolters in Braunschweig beantragt Eigenverwaltung in der Insolvenz
Die traditionsreiche Brauerei Wolters in Braunschweig, die direkt an der Oker liegt, hat Eigenverwaltung in der Insolvency beantragt. Das historische Unternehmen steht nun vor einer ungewissen Zukunft. In den letzten Tagen hatten sich bereits Gerüchte über einen möglichen Zusammenbruch verbreitet.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat hat angekündigt, einen Eilantrag einzubringen. Ihr Vorschlag sieht die Einrichtung einer Taskforce vor, die sich speziell mit der Rettung der Brauerei befassen soll. An diesem Gremium sollen die Geschäftsführung von Wolters, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenpolitiker der großen Ratsfraktionen beteiligt sein.
Die Stadtverwaltung bestätigte, bereits in Gesprächen mit der Wolters-Geschäftsführung zu stehen. Man zeige sich offen für weitere Beratungen im Rahmen einer Runde-Tisch-Konferenz. Allerdings bestehe man darauf, dass ein solches Treffen erst nach Abschluss der Insolvenzverhandlungen und der Vorlage eines klaren Zukunftskonzepts für die Brauerei stattfinden könne.
Trotz der kulturellen Bedeutung des Betriebs hat die Stadtverwaltung formal keine direkte Mitspracherecht im Umstrukturierungsprozess. Wettbewerbs- und Beihilferecht verbieten eine unmittelbare kommunale Einmischung in private Finanzkrisen. Dennoch betonte die Verwaltung, dass die Brauerei Wolters ein zentraler Bestandteil des kulinarischen Erbes der Region sei.
Die Stadt blickt vorsichtig optimistisch auf die Überlebenschancen der Brauerei. Ob und in welcher Form Unterstützung geleistet werden kann, hänge jedoch von den Ergebnissen der laufenden Insolvenzgespräche ab. Die geplante Taskforce könnte einen strukturierten Ansatz bieten, um die Herausforderungen des Unternehmens anzugehen.
