BMW revolutioniert Wasserstoffantrieb mit neuem Energy Master aus Landshut
Edelgard HolzapfelBMW revolutioniert Wasserstoffantrieb mit neuem Energy Master aus Landshut
BMW-Werk in Landshut startet Vorserienproduktion einer neuen Steuerungseinheit für Wasserstofffahrzeuge
Das BMW-Werk in Landshut hat mit der Vorserienfertigung einer neuen Steuerungseinheit für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge begonnen. Das als Energy Master bezeichnete System wird im kommenden BMW iX5 Hydrogen zum Einsatz kommen. Erstmals hat BMW damit eine wasserstoffspezifische Komponente vollständig in Eigenregie entwickelt und produziert.
Das Landshuter Werk stellt bereits eine Steuerungseinheit für batterieelektrische Fahrzeuge her, die derzeit im BMW iX3 und im neuen BMW i3 verbaut wird. Nun wurde eine zweite Produktionslinie für BEV-Anwendungen (Battery Electric Vehicle) sowie für den Energy Master in Betrieb genommen.
Der Energy Master basiert auf einer weiterentwickelten Version eines bestehenden Systems. Er bündelt Energie- und Datenströme, steuert die Leistungsverteilung und dient als Schnittstelle zwischen dem Brennstoffzellensystem und der Hochvoltbatterie.
Der BMW iX5 Hydrogen wird mit der dritten Generation der hauseigenen Brennstoffzellentechnologie ausgestattet, die in Zusammenarbeit mit der Toyota Deutschland GmbH entwickelt wurde. Antriebssystem und Tanksystem entstanden im Rahmen des Projekts HyPowerDrive, das mit 191 Millionen Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie mit 82 Millionen Euro vom Freistaat Bayern im Rahmen der IPCEI-Initiative (Important Projects of Common European Interest) gefördert wurde.
Die Serienproduktion der Brennstoffzellensysteme für den iX5 Hydrogen soll 2028 im BMW-Werk in Steyr (Österreich) anlaufen. Das Fahrzeug selbst wird im selben Jahr auf den Markt kommen und über ein flachbauendes Wasserstofftanksystem verfügen, das den Innenraum erhält und eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern ermöglicht.
Der Energy Master wird eine zentrale Rolle im Antriebsstrang des BMW iX5 Hydrogen spielen. Seine Eigenentwicklung und -produktion in Landshut unterstreichen den wachsenden Fokus von BMW auf Wasserstofftechnologie. Das Modell soll 2028 mit fortschrittlichen Speichermöglichkeiten und großer Reichweite auf den Markt kommen.






