09 June 2026, 18:12

Bahnchaos in Norddeutschland: Sanierungen legen ab Oktober den Verkehr lahm

Großsanierung der Bahn: Was auf die Region zukommt

Bahnchaos in Norddeutschland: Sanierungen legen ab Oktober den Verkehr lahm

Große Bahnsanierungen behindern ab Oktober den Verkehr in Norddeutschland

Ab Anfang Oktober wird der Schienenverkehr in weiten Teilen Norddeutschlands durch umfangreiche Bauarbeiten beeinträchtigt. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, stehen auf der Strecke Hannover–Berlin großflächige Sanierungsarbeiten an, die zahlreiche Verbindungen betreffen. Reisende müssen sich in den kommenden Monaten auf Verspätungen und ein reduziertes Angebot einstellen.

Die Strecke zwischen Hannover und Berlin wird vom 2. Oktober 2023 bis voraussichtlich 12. Dezember grundlegend modernisiert. Gleis- und Signalaufrüstungen führen zu erheblichen Einschränkungen – so können ICE-Züge zwischen den beiden Städten bis zu 80 Minuten länger unterwegs sein.

Wolfsburg verliert in dieser Zeit komplett den Fernverkehr. Zudem entfällt die ICE-Verbindung von Braunschweig nach Frankfurt am Main über Kassel ersatzlos, sodass Fahrgäste auf Umleitungen ausweichen müssen.

Als Ausweichroute bietet die Deutsche Bahn mindestens stündlich Züge über Erfurt an. Auch die IC-Verbindungen zwischen Hannover und Leipzig werden eingeschränkt – hier gilt ein Zwei-Stunden-Takt.

Die aktuellen Behinderungen folgen auf die noch laufenden Bauarbeiten an der Strecke Berlin–Hamburg, die bereits im vergangenen Jahr begannen und voraussichtlich Mitte Juni 2023 abgeschlossen werden. Auch dieses Projekt hatte bereits zu Verspätungen und Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt.

Auch internationale Reisende sind betroffen: Auf der Strecke Amsterdam–Berlin verkehrt nur noch alle vier Stunden ein Zug, die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 70 Minuten.

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Ziel der Sanierungen ist eine langfristige Stabilisierung der wichtigsten Verbindungen – kurzfristig sind die Einschränkungen jedoch unvermeidbar. Bis mindestens Mitte Dezember bleibt das Angebot eingeschränkt, weitere Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen. Die Deutsche Bahn rät Fahrgästen, sich vorab über die Fahrpläne zu informieren und ausreichend Pufferzeit einzuplanen.

Quelle