23 March 2026, 08:12

Aurubis glänzt mit Platin-Medaille – doch die Aktie bleibt hinter Erwartungen zurück

Luftaufnahme eines Kupferbergwerks mit Bäumen, Menschen, Hügeln und Himmel im Hintergrund, mit Text unten.

Aurubis glänzt mit Platin-Medaille – doch die Aktie bleibt hinter Erwartungen zurück

Aurubis festigt seine Führungsrolle in der nachhaltigen Kupferproduktion

Das Unternehmen hat kürzlich sein erstes eigenständiges ESG-Faktenbuch veröffentlicht, das speziell auf institutionelle Anleger zugeschnitten ist. Zu den jüngsten Erfolgen zählen eine Spitzenbewertung in Sachen Nachhaltigkeit sowie ehrgeizige Klimaziele für das Jahr 2030.

Doch trotz der starken ökologischen Fortschritte hat die Aktie zuletzt unter den jüngeren Höchstständen notiert.

Im März 2026 präsentierte Aurubis sein erstes ESG-Faktenbuch, das zentrale Kennzahlen nach den ESRS- und GRI-Standards zusammenfasst. Der Bericht entspricht den Anforderungen von ESG-Ratingagenturen und bietet institutionellen Investoren eine transparente Übersicht über die Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens.

Die Umweltbilanz von Aurubis wird international anerkannt: Die Plattform EcoVadis verlieh dem Konzern die Platin-Medaille mit 85 von 100 Punkten – damit gehört Aurubis zu den besten ein Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Auch die Organisation CDP stufte das Unternehmen hoch ein: Für 2025 erhielt es ein B im Klimaschutz sowie ein A-minus in Wassersicherheit.

Die finanziellen Investitionen in Nachhaltigkeit bleiben Priorität. Allein im Geschäftsjahr 2024/25 gab Aurubis 155,4 Millionen Euro für Umweltschutzmaßnahmen aus – seit dem Jahr 2000 summieren sich die Aufwendungen auf 1,172 Milliarden Euro. Die Anstrengungen tragen Früchte: Der CO₂-Fußabdruck der Kupferkathoden liegt mittlerweile über 60 Prozent unter dem globalen Durchschnitt vergleichbarer Schmelzbetriebe.

Für das Jahr 2030 hat Aurubis klare Ziele definiert: Die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen sollen halbiert, die Scope-3-Emissionen um 24 Prozent gesenkt werden. Zudem strebt das Unternehmen an, den Recyclinganteil in seinen Kathoden auf 50 Prozent zu steigern. Gleichzeitig hat Aurubis die Finanzprognose für 2025/26 angehoben und erwartet ein operatives Ergebnis vor Steuern zwischen 375 und 475 Millionen Euro.

Doch die Börsenentwicklung erzählt eine andere Geschichte: Nach einem Höchststand von 36 Euro im Januar 2026 hat die Aktie seitdem rund 12 Prozent gegenüber ihrem 52-Wochen-Hoch verloren. Aktuell notiert sie bei 152,70 Euro, unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 161,92 Euro.

Aurubis bleibt Vorreiter in der nachhaltigen Kupferproduktion – gestützt durch starke ESG-Bewertungen und erhebliche Investitionen. Die Klimaziele und Recyclingvorgaben bis 2030 unterstreichen dieses Engagement. Gleichzeitig steht die Aktie trotz der verbesserten Finanzaussichten nach den jüngsten Rückgängen weiterhin unter Druck.

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