ARD und ZDF in der Kritik: Warum Funk die Bibel als "Müll" bezeichnete
Anett ZobelARD und ZDF in der Kritik: Warum Funk die Bibel als "Müll" bezeichnete
Öffentlich-rechtliche Sender ARD und ZDF geraten wegen eines Social-Media-Beitrags ihres Jugendformats Funk in die Kritik. In dem Post wurde die Bibel unter anderen auf dem Mond zurückgelassenen Gegenständen als „Müll“ bezeichnet. Kritiker warfen der Plattform daraufhin eine christenfeindliche Haltung vor.
Anlass war ein Instagram-Beitrag von Funk, in dem Gegenstände aufgelistet wurden, die Astronauten auf dem Mond zurückgelassen hatten – darunter eine Bibel, Asche, Golfbälle und Beutel mit menschlichem Kot. Die Bezeichnung „Müll“ für diese Objekte löste eine Kontroverse aus.
Die Redaktion von Funk verteidigte sich mit der Erklärung, der Begriff beziehe sich schlicht auf „vom Menschen geschaffene Objekte, die dort nicht natürlich vorkommen“. Eine abwertende Absicht habe es nicht gegeben. Zudem rechtfertigte das Team seine bisherige Verwendung der Abkürzung „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) statt „v. Chr.“ (vor Christus) als neutrale Datierungsweise – nicht als Versuch, christliche Bezüge zu vermeiden.
Wörterbücher wie der Duden oder das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache definieren „Müll“ als feste Abfallstoffe aus Haushalten oder Betrieben. Synonyme sind „Abfall“ oder „Kehricht“, die in der Regel von Entsorgungsdiensten eingesammelt werden. Funk betonte, die Wortwahl sei sachlich gemeint gewesen und nicht als Beleidigung aufzufassen.
Dennoch bleibt das Jugendformat wegen seiner Inhalte und sprachlichen Entscheidungen weiter in der Diskussion. Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich Begriffe in öffentlichen Medien interpretiert werden können.






