Anti-Duckface-Day 2024: Warum ein Comedy-Trio gegen schmollende Selfies kämpft
Bianca StiebitzAnti-Duckface-Day 2024: Warum ein Comedy-Trio gegen schmollende Selfies kämpft
Anti-Duckface-Day kehrt am 22. Juli zurück – und feiert sein zweites Jahr als humorvolle Protestaktion gegen einen weitverbreiteten Online-Trend. Die Initiative ruft Nutzer sozialer Medien dazu auf, auf schmollende Selfies zu verzichten und stattdessen einen natürlichen Ausdruck zu zeigen. Hinter der Kampagne steckt das deutsche Comedy-Trio Y-TITTY, das die Bewegung bereits 2011 ins Leben rief, um dem Duckface-Hype etwas entgegenzusetzen.
Beim Duckface-Trend handelt es sich um übertrieben schmollende oder küssende Posen, die vor allem in Profilbildern zu sehen waren. Besonders junge Frauen übernahmen den Stil, nicht zuletzt beeinflusst durch Prominente. Studien aus dieser Zeit deuteten darauf hin, dass solche Fotos auf Dating-Plattformen zu mehr Nachrichten führten.
Die Gegenbewegung nahm Fahrt auf, als Y-TITTY den Anti-Duckface-Day als spielerischen Aufruf schuf, die Pose abzuschaffen. Teilnehmer tauschen ihr Profilbild gegen ein offizielles Anti-Duckface-Abzeichen aus. Die Gruppe veröffentlichte sogar eine Hymne auf YouTube, um ihre Botschaft zu verbreiten.
Die Unterstützung für die Aktion wuchs rasant: Eine eigene Website, antiduckface.com, wurde zum Zentrum der Kampagne. Bereits 2012 zählte die Facebook-Seite über 21.000 Follower.
Kurioserweise fällt der 22. Juli auch mit dem "Pi-Approximation-Day" zusammen – ein Tag, der an die Näherung der Kreiszahl π durch Archimedes als 22/7 erinnert. Das gemeinsame Datum verleiht den Anti-Duckface-Feierlichkeiten eine skurrile Note.
Der Anti-Duckface-Day gewinnt weiterhin an Bedeutung – als humorvolle, aber treffende Kritik an Online-Trends. Mit tausenden Teilnehmern zeigt die Aktion, wie sich die Einstellung zur Selbstdarstellung in sozialen Medien wandelt. Durch die Mischung aus Comedy, Musik und digitalem Aktivismus bleibt die Debatte lebendig.






