17 June 2026, 16:54

Algenfasern statt Baumwolle: Wie Algacore die Textilbranche revolutionieren will

Algacore-Projekt des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnologie an der Hochschule Niederrhein - Kleidung aus Algen in der Zukunft?

Algenfasern statt Baumwolle: Wie Algacore die Textilbranche revolutionieren will

Das Algacore-Projekt entwickelt eine neue Faserquelle auf Basis von Süßwasseralgen, um die Textilproduktion nachhaltiger zu gestalten. Unter der Leitung von Leon Blanckart will die Initiative eine echte Alternative zu Baumwolle und synthetischen Materialien schaffen. Das Vorhaben erhält fast 968.000 Euro Förderung aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm.

Anfang dieses Jahres schloss das Team das AlgaTex-Projekt ab, das fadenförmige Grünalgen als mögliche Faser der Zukunft untersuchte. Nun baut Algacore in den nächsten 18 Monaten auf diesen Erkenntnissen auf. Ziel ist es, die Forschung auszuweiten und die Grundlagen für ein Start-up zu legen.

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Der Anbau von Baumwolle verbraucht große Mengen Wasser, Fläche und Pestizide. Synthetische Fasern basieren auf endlichen Ressourcen und können Mikroplastik in die Umwelt freisetzen. Die Textilbranche steht unter Druck, sich zu wandeln – getrieben von der wachsenden Nachfrage nach Naturfasern und der zunehmenden Kritik an Kunststoffmaterialien.

Das EXIST-Forschungstransfer-Programm fördert vielversprechende, technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Mit der erhaltenen Förderung soll Algacore algenbasierte Fasern zu einer tragfähigen und nachhaltigen Option für die Textilherstellung weiterentwickeln.

Das Projekt läuft über 18 Monate und zielt darauf ab, die Textilindustrie langfristig umweltverträglicher zu machen. Mit knapp 968.000 Euro Förderung will das Team algenbasierte Fasern entwickeln und die Gründung eines Start-ups vorbereiten. Damit könnte ein dauerhafter Ersatz für herkömmliche und synthetische Fasern entstehen.

Quelle