30 April 2026, 00:20

AfD-Politiker nach Rauswurf aus Berliner Kneipe fordern Boykottaufruf gegen Gaffel Haus

Große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude in Berlin, hält Schilder, mit Bäumen, Fahrzeugen, einem Lautsprecher und Himmel im Hintergrund.

AfD-Politiker nach Rauswurf aus Berliner Kneipe fordern Boykottaufruf gegen Gaffel Haus

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden Anfang dieses Monats aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Der Vorfall ereignete sich am 14. April im Gaffel Haus und wurde am Mittwoch von der Bild berichtet. Maximilian Krah, einer der betroffenen Politiker, rief seitdem seine Anhänger auf, das Lokal zu meiden.

Die Auseinandersetzung begann, als Mitarbeiter des Gaffel Haus Maximilian Krah und Philipp-Anders Rau aufforderten, das Lokal zu verlassen. Auch Steffen Janich, ein weiteres AfD-Mitglied, wurde hinausgewiesen, nachdem er nachgefragt hatte, warum seine Kollegen betroffen waren. Die Leitung der Kneipe hat bisher nicht auf die Anfrage der Bild nach einer Stellungnahme reagiert.

Es ist nicht das erste Mal, dass Krahs Parteizugehörigkeit zu öffentlichen Konflikten führt. Bereits zuvor hatte die Leipziger Buchmesse ihre Einladung an ihn zurückgezogen, sein Roman Die Reise nach Europa dort vorzustellen – mit Verweis auf Sicherheitsbedenken. Zudem beendete der Friedrich Pustet Verlag eine geplante Zusammenarbeit mit ihm wegen eines Buchprojekts, was die anhaltenden Spannungen weiter unterstreicht.

Nach dem Kneipen-Vorfall riet Krah seinen Anhängern, das Gaffel Haus zu boykottieren. Er deutete an, dass Kunden durch den Verzicht auf Ausgaben dort Einfluss auf das Geschäft nehmen könnten.

Der Rauswurf der drei AfD-Politiker aus dem Gaffel Haus reiht sich in eine Serie von Konflikten ein, in die Krah verwickelt ist. Sowohl die Leipziger Buchmesse als auch ein Verlagspartner hatten sich zuvor von ihm distanziert. Die Schweigsamkeit der Kneipenleitung lässt die genauen Gründe für den Rauswurf unklar.

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