23 March 2026, 20:24

250 Frauen fordern radikale Reformen gegen männliche Gewalt in Deutschland

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration, die weiße Schilder halten, mit mehreren Mädchen im Hintergrund.

250 Frauen fordern radikale Reformen gegen männliche Gewalt in Deutschland

Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen in Deutschland hat einen detaillierten Plan vorgelegt, um männliche Gewalt zu bekämpfen. Ihre Vorschläge umfassen Rechtsreformen, strengere digitale Schutzmaßnahmen und klarere Definitionen von sexueller Einwilligung. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen und Prominente, die sich gemeinsam für dringendes Handeln einsetzen.

Das Bündnis fordert, "Femizid" als eigenständiges Straftatbestand im deutschen Recht anzuerkennen. Diese Änderung würde es erleichtern, Tötungsdelikte zu verfolgen, die von geschlechtsspezifischem Hass motiviert sind. Zudem verlangen sie ein neues Digital-Schutzgesetz, das Plattformen zwingt, schädliche Inhalte schneller zu löschen und die Verantwortlichen zu identifizieren.

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Ein weiterer zentraler Punkt ist nicht einvernehmliche Deepfake-Pornografie. Die Gruppe besteht darauf, KI-generierte sexualisierte Inhalte, die ohne Zustimmung erstellt werden, unter Strafe zu stellen. Sie setzen sich außerdem für ein Verbot von "Nudify"-Apps ein, die mithilfe künstlicher Intelligenz Menschen auf Fotos digital entkleiden.

Beim Thema sexuelle Gewalt unterstützt das Bündnis das Modell der ausdrücklichen Zustimmung – oft als "Nur ein Ja heißt Ja" bezeichnet. Damit würde nur eine explizite Zustimmung in sexuellen Begegnungen als Einwilligung gelten. Die Kampagne erhält Unterstützung von Persönlichkeiten wie der SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas, der Grünen-Co-Vorsitzenden Franziska Brantner und der Schauspielerin Veronica Ferres sowie der Klimaaktivistin Luisa Neubauer und der Musikerin Nina Chuba.

Die Vorschläge zielen darauf ab, rechtliche Lücken zu schließen und den Schutz von Frauen zu stärken. Das Bündnis argumentiert, dass die aktuellen Gesetze moderne Formen von Missbrauch – insbesondere im digitalen Raum – nicht ausreichend berücksichtigen.

Der Zehn-Punkte-Plan steht nun zur politischen Debatte. Sollte er umgesetzt werden, würde dies einen bedeutenden Wandel in der Art und Weise bedeuten, wie Deutschland mit geschlechtsspezifischer Gewalt umgeht. Die Reformen würden strengere Strafen, klarere Einwilligungsregeln und schnellere Reaktionen auf digitalen Missbrauch einführen. Der nächste Schritt des Bündnisses ist, in den kommenden Monaten auf legislative Maßnahmen hinzuwirken.

Quelle