20-Milliarden-Lücke im Bundeshaushalt 2027: CDU fordert radikale Sparmaßnahmen
Pavel Faust20-Milliarden-Lücke im Bundeshaushalt 2027: CDU fordert radikale Sparmaßnahmen
Deutschlands Bundeshaushalt 2027 steht vor einer Lücke von 20 Milliarden Euro, wobei in den Folgejahren mit Defiziten von über 60 Milliarden Euro gerechnet wird. Carsten Middelberg, Stellvertreter des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, hat nun weitreichende Kürzungen bei Personal und Subventionen vorgeschlagen, um die finanzielle Schieflage zu beheben.
Middelbergs Plan sieht eine Reduzierung der Mitarbeiterzahlen in den Bundesministerien um acht Prozent vor. Zudem regt er an, diese Einschnitte auf alle bundesgeförderten Einrichtungen auszudehnen – mit dem Argument, die Effizienz müsse gesteigert werden.
Die Subventionen sind innerhalb von sieben Jahren von 8,3 auf 59,5 Milliarden Euro explodiert. Der Bund finanziert derzeit zahlreiche Institute, Stiftungen und Zentren, die sich mit Klimaschutz, Verkehrswende, Wasserstoffinfrastruktur und sozialem Wohnungsbau befassen. Middelberg schlägt vor, die Förderquoten und -volumina schrittweise zu senken, um die Ausgaben zu drosseln.
Über den Haushalt 2027 entscheidet der Bundestag im November. Zuvor wird Finanzminister Lars Klingbeil an diesem Mittwoch die wichtigsten Haushaltsgrundlagen finalisieren. Falls die Pläne durchkommen, würden sie zu Personalabbau in den Ministerien und Kürzungen bei Subventionen in mehreren Bereichen führen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Parlament, das zwischen finanziellen Zwängen und laufenden Förderverpflichtungen abwägen muss.






