16-Jähriger bricht Rekord: Hertha BSC siegt dramatisch gegen Fürth
Hertha BSC sichert sich dramatischen 2-1-Sieg gegen Greuther Fürth in der 2. Bundesliga – 16-jähriger Kennet Eichhorn schreibt Geschichte
Der junge Stürmer wurde mit seinem Tor zum jüngsten Torschützen der Ligageschichte und brach damit einen fast 40 Jahre alten Rekord. Unterdessen bestätigte der Verein weitreichende Kaderverschiebungen, darunter den Abschied des langjährigen Verteidigers Toni Leistner.
Die Partie nahm für Hertha BSC eine schwierige Wende, als Josip Brekalo in der 32. Minute die Rote Karte sah. Gezwungen, fast 60 Minuten in Unterzahl zu spielen, hielt die Mannschaft stand und ging durch Michael Cuisance in Führung.
Eichhorn machte den Sieg dann in der zweiten Halbzeit mit einem cleveren Treffer perfekt. Mit 16 Jahren, 9 Monaten und 13 Tagen täuschte er Reno Münz mit einer geschickten Körperfinte aus und vollendete aus zehn Metern eiskalt. Sein Tor pulverisierte den bisherigen Rekord von Gunther Reeg aus dem Jahr 1985 um ganze 52 Tage. Noel Futkeu gelang zwar in der 88. Minute noch der Anschlusstreffer für Fürth, doch Hertha verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schluss.
Nach dem Spiel bezeichnete Mannschaftskollege Fabian Reese Eichhorn als „Finten-König aus Brandenburg“ und prophezeite ihm eine glänzende Zukunft. Doch der Sieg wurde von Meldungen abseits des Platzes überschattet: Hertha kündigte an, die Verträge mehrerer Spieler nicht zu verlängern – darunter auch den von Leistner, der einräumte, die Entscheidung noch zu verarbeiten. Der Verein deutete jedoch an, ihm eine neue Rolle jenseits des Spielfelds anbieten zu wollen.
Eichhorns rekordverdächtiges Tor bleibt ein Höhepunkt in Herthas Saison. Nun steht der Verein vor einer Phase des Umbruchs: Mit Leistners Abschied und einem umfassenden Kaderumbruch wird sich zeigen, wie die Berliner auf diesen hart erkämpften Erfolg aufbauen können.






